Der Gropius-Bau




gropiusDer Gropius-Bau des Zoologischen Museums stellt eine kulturhistorische Kostbarkeit Kiels dar: Er wurde von den Berliner Architekten Martin Gropius (1824 – 1880) und Heino Schmieden in Zusammenarbeit mit dem Zoologen Karl-August Möbius konzipiert. 1881 eröffnet, gilt der Bau heute als eines der wenigen, im Inneren wie Äußeren weitgehend original erhaltenen Gropius-Bauten. In diesem architektonisch außergewöhnlichen Gebäude verschmelzen Ästhetik und naturwissenschaftliche Erkenntnis der Gründerzeit zu einer attraktiven Ausstellungsgrundlage.
 Es entstand erstmals ein Museum, das zwischen Schauräumen für die Wissenspräsentation und nichtöffentlichen Forschungssammlungen unterschied.
Das Zentrum des Gebäudes bildet eine hohe, lichtdurchflutete Halle mit zwei umlaufenden Galerien, an die sich auf drei Stockwerken weitere Räume anschließen. Die Halle erhält ihr Licht durch große Glasflächen an der Dachlaterne. Die besondere Ästhetik der Halle ist einer einzigartigen Kombination von Licht, Glas und Stahl zu verdanken. Im Dach- und im Kellergeschoss nehmen große Räume die Sammlungsarchive auf.
Eine solche Konstruktion aus einer zentralen Präsentationshalle und umliegenden Forschungs- und Sammlungsräumen war 1881 eine grundlegende Innovation in der Museumskonzeption. Das Kieler Museumsgebäude wurde damit beispielgebend für die weitere Entwicklung der naturhistorischen Museen im 19. Jahrhundert. Heute ist der Museumsbau das Referenzgebäude für den Hallen-Museumstyp.
Nach dem Vorbild des Kieler Museums wurden viele weitere Museen errichtet. Erhalten ist z. B. das Zoologische Museum Breslau.




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