Forschung

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Die Forschungsaktivitäten im Museum sind immer eng an den Sammlungen ausgerichtet. Sammlungsobjekte sind auf vielfältige Weise Informationsträger. Die Individuen sind zunächst als direkte Informationsgeber interessant. Ihre Morphologie und Feinstruktur lässt sich mit vielen Methoden untersuchen. Ganz aktuell ist die Anwendung bildgebender Verfahren wie MRT oder CT, mit denen Informationen gewonnen werden können, ohne die Objekte zu beschädigen. Je nach Fixierung kann aus Gewebeproben der Organismen auch DNA gewonnen werden, um auf molekularer Ebene Daten zu gewinnen.
Andererseits können Sammlungsobjekte Belege für Faunenveränderungen, Aussterbe-, Einwanderungs- oder Verdrängungsereignisse darstellen. Sammlungen sind also Archive mit einem enormen Potential für wissenschaftliche Fragestellungen. Dementsprechend reicht das Spektrum der Museumsforschung auch von reinen Dokumentationen über Faunenwandel, über Veränderungen von Arten oder Populationen, Neozoen und ihre Einwanderungsgeschichte, bis hin zu histologischen und funktionsmorphologischen Untersuchungen von Strukturen und Organen. In vielen Untersuchungen werden morphologische und molekulare Techniken kombiniert, um beispielsweise phylogenetische Fragen oder populationsbiologische Probleme unter verschiedenen Blickwinkeln zu untersuchen. Dabei können Mechanismen der Einwanderung genauso wie Artbildungsprozesse unter vergleichweise langen Zeiträumen – bis ca. 200 Jahre – dokumentiert und verstanden werden.

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