Wale in Schleswig-Holstein



Wale sind eine der faszinierendsten Tiergruppen der Erde. Vom Menschen verehrt, gefürchtet oder gejagt, hat der Wal in Kultur, Mythen und Religionen vieler Völker Eingang gefunden. Auch heute ist kaum eine Tiergruppe stärker im Bewusstsein der Öffentlichkeit verankert als Wale.  
So überraschend es klingt: Auch in den Küstengewässern Schleswig-Holsteins sind Wale heimisch. Die häufigste Art ist der Schweinswal, der als einziger Wal auch in der Ostsee zu Hause ist. Viele andere Arten kommen als Gelegenheits- oder Irrgäste in die Nord- und Ostsee.
Die Ausstellung »Wale in Schleswig-Holstein« zeigt an 12 Walskeletten aus den letzten 160 Jahren die Vielfalt, die Lebensweise und die Bedeutung schleswig-holsteinischer Wale. Aber die Ausstellung will auch Geschichten erzählen: Geschichten von Walen, die wissenschaftsgeschichtlich oder für Schleswig-Holstein von besondere Beutung sind.
Zu sehen ist unter anderem ein 14 Meter langer Pottwal, der 1980 in der Meldorfer Bucht strandete. Als größter Zahnwal steht er einem zweiten Großwal zur Seite, dem Skelett eines jungen Blauwalweibchens, das 1881 vor Sylt strandete. Es repräsentiert das größte Wirbeltier aller Zeiten. Eine Besonderheit ist das Skelett eines Großen Tümmlers, der sich in den 1920er Jahren in den Kaiser-Wilhelm-Kanal (heute: Nord-Ostsee-Kanal) einschleuste, und unter dem Beinamen »Kieler Kanalschwimmer« regionale Berühmtheit erlangte.  
Ergänzt wird die Ausstellung um eine Präsentation der Walevolution, sowie um Nasspräparate von Jungtieren und eine Darstellung des Walgehörs.
Die Ausstellung ist die derzeit artenreichste Schau von Walen in Deutschland.

Fotos der Ausstellung:



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